Kieferorthopädie

Die Kieferorthopädie ist das Teilgebiet der Zahnmedizin, das sich mit der Verhütung, Erkennung und Behandlung von Fehlstellungen der Kiefer und der Zähne (Zahnfehlstellung) befasst. Der Inhalt des Fachbereichs wird besser durch die Bezeichnung Dento-Maxilläre Orthopädie (Kieferregulierung) wiedergegeben. Der Begriff Orthodontie (Zahnregulierung) wird in nichtdeutschsprachigen Ländern verwendet.

Orthodontie
Unter Orthodontie ist, in Abgrenzung zur funktionskieferorthopädischen Beeinflussung skelettaler Strukturen, das Bewegen von Zähnen zu verstehen. Orthodontische Zahnbewegungen können mit herausnehmbaren wie auch mit festsitzenden Apparaturen erfolgen, wobei festsitzende Apparaturen hinsichtlich der durchführbaren Bewegungen und der Behandlungsdauer sowie der Unabhängigkeit von der Mitarbeit des Patienten in der Regel vorteilhaft sind. Orthodontische Maßnahmen können auch lange nach dem Abschluss des Wachstums, also bei Erwachsenen, erfolgen.

LINGUALTECHNIK
„Lingual heißt auf Deutsch soviel wie „zungenseitig“ und mit Lingualtechnik ist die Korrektur von Zahnfehlstellungen durch feste Zahnspangen, welche auf der Innenseite der Zähne befestigt werden, gemeint. Immer mehr erwachsene Patienten unterziehen sich einer kieferorthopädischen Behandlung. Gerade bei dieser Patientengruppe sind die Anforderungen im ästhetischen Bereich sehr hoch und prägen verstärkt die Ansprüche der kieferorthopädischen Therapie.

Geschichte der Lingualtechnik
Ende der 70er Jahre behandelte der kalifornische Kieferorthopäde Dr. Craven Kurz die ersten Patienten mit einer derartigen „unsichtbaren“ Apparatur , wobei er normale Brackets auf die Lingualseite der Zähne klebte. Er erzielte bei leichteren Fällen auch bereits gute Ergebnisse. Allerdings gab es Probleme, die genaue Positionierung der Brackets auf der Zahninnenseite ist wesentlich schwieriger als auf der Zahnaussenseite. Das exakte Biegen des Drahtes aufgrund der unterschiedlichen Zahndicken (welche auf der Außenseite keine Rolle spielen) ist äußerst kompliziert. Gleichzeitig aber ist Präzision oberstes Gebot, sollen doch die Behandlungszeiten kurz und die Ergebnisse optimal sein. Ormco, eine Firma die Brackets produziert, rief ins Leben, dass sich eine Arbeitsgemeinschaft bestehend aus sieben Kieferorthopäden zusammen tat um die Lingualtechnik weiter zu entwickeln und eigene Lingualbrackets herzustellen. Die ersten Lingualbrackets (Generation # 1) der Firma Ormco gingen 1976 in Produktion. Unabhängig davon entwickelte der Japaner K. Fujita in Fernost ein selbstständiges Bracketsystem. 1986 behandelten tausende von Kieferorthopäden weltweit lingual. Die Apparaturen waren noch nicht weit genug ausgereift und die Behandlungen von Anfängerfehlern gekennzeichnet, so dass viele Kieferorthopäden feststellen mussten, dass sie die Kontrolle über die Zähne verloren und eine Nachbehandlung von der Außenseite der Zähne notwendig wurde. Die Lingualtechnik wurde einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht, bevor sie ausgereift war. 1990 stellte Ormco das Bracket der Generation # 7 vor. Mitte der 90er Jahre bildeten sich weltweit Gesellschaften für linguale Orthodontie. Unter anderem der deutsche Kieferorthopäde Dr.Wiechmann war einer derjenigen, der die Lingualtechnik bedeutend weiter entwickelte. Seither hat es ständig Verbesserungen gegeben. Neue Materialien, neue Verfahrenstechniken, neue Brackets sowie neue Techniken zur Platzierung der Brackets wurden entwickelt.

Welche neuen Verfahren gibt es bei der Lingualtechnik?
Die Firma T.O.P. Service für Lingualtechnik existiert seit 1997 und hat sich seitdem zu einem der führenden Unternehmen auf dem Gebiet der Lingualtechnik entwickelt. Seither hat es ständig Verbesserungen gegeben. Modernste computergestützte Technologien ermöglichen die Herstellung einer vollständig individuellen lingualen Apparatur. Durch die mit „heißer Roboterhand“ vorgeformten thermoelastischen Bögen, welche aussehen wie Pilze deshalb wird diese Technik auch Mushroomtechnik genannt, ergeben sich in der Lingualtechnik bessere Anwendungsmöglichkeiten und ein besserer Komfort für den Patienten. Gleichzeitig werden nur noch 3-4 Bögen je Kiefer benötigt, was dem Behandlungskomfort des Patienten entgegenkommt. Die einwirkenden Kräfte sind ebenfalls geringer geworden und somit für den Patienten verträglicher als früher. Die Firma T.O.P. ist auch unser Kooperationspartner, das Behandlungssystem, welches von dem Kollegen Dr. Wiechmann aus Bad Essen entwickelt wurde, gilt heute als erlogreichstes System der Lingualtechnik in Europa und erlangt schon intercontinentale Bedeutung.

Indikationen der Lingualtechnik
Die Lingualtechnik eignet sich besonders zur Behandlung von schwerwiegenden Deckbissen und für Extraktionsfälle, sie ist jedoch auch für andere Behandlungsfälle geeignet, wenn gleich es für diese auch nennenswerte Alternativen gibt, wie z.B. die Invisalign – Technik der Fa. Align Technologie. Trotz weiterentwickelter Technik ist die linguale Spange nicht für jeden Patienten geeignet. Wer seine Zähne nachlässig oder zu selten säubert dem empfehlen wir die zungenseitige Korrektur nicht, denn das Zähneputzen erfordert große Sorgfalt. Sonst bildet sich aus Essensresten dort, wo die Brackets befestigt sind, Karies. Die Indikationsstellung sollte sehr sorgfältig ausgewählt werden.

Vorteile der Lingualtechnik
Bei der Lingualtechnik sind die Brackets auf der Zahninnenseite befestigt und somit nicht sichtbar, was ein großer Vorteil für dieses Verfahren ist. Damit verbunden ist natürlich der psychologische Effekt einer „unsichtbaren Zahnspange“.

Nachteile der Lingualtechnik
Letztendlich lässt sich jeder Zahn heute von lingual bewegen allerdings die Belastungen für den Patienten sowie der Aufwand für den Behandelden sind aber nicht mit der labialen Multibandtechnik oder mit Invisalign vergleichbar. Die Nachteile einer lingualtechnischen Behandlung bestehen für den Kieferorthopäden vor allem in einem aufwändigeren Laborprozess und der für den Behandelden anspruchsvolleren Behandlungsführung. Die Behandlung mit Lingualtechnik nimmt für den Kieferorthopäden wesentlich mehr Zeit in Anspruch. Durch die Lingualtechnik ist die Aussprache in den ersten 6 bis 12 Wochen beeinträchtigt , weiterhin können Probleme beim Essen und Irritationen der Zunge auftreten.

Behandlungs – Kosten der Lingualtechnik
Die Lingualtechnik ist kostenintensiver als die Behandlung mit Invisalign oder Multiband. Die externen Laborkosten sind relativ teuer, was letztlich den Kostenunterschied zur „normalen MB-Behandlung ausmachen kann (8000-16000 €).

Invisalign
Ihre Invisalign-Behandlung wird mit einer Reihe fast unsichtbarer, herausnehmbarer Aligner durchgeführt, die Sie alle zwei Wochen gegen einen neuen Satz Aligner wechseln. Jeder Aligner wird speziell für Ihre Zähne maßgefertigt. Durch Wechseln der einzelnen Aligner werden Ihre Zähne Schritt für Schritt, Woche für Woche näher an die Endposition gebracht, die Ihr Behandler für Sie geplant hat. Das ist noch nicht alles: Ein virtueller 3D-Behandlungsplan (ClinCheck®-Behandlungsplan) zeigt die Abfolge von Bewegungen, die Ihre Zähne während der Behandlung durchführen. So sehen Sie im Voraus, wie Ihre Zähne nach Abschluss der Behandlung aussehen werden. Auf Grundlage der ClinCheck-Ergebnisse werden Ihre individuellen, transparenten Aligner speziell für Sie maßgefertigt. Wenn Sie sich ein Lächeln wünschen, das Ihr Aussehen vorteilhaft verändert, dann ist Invisalign das Richtige für Sie. Es gibt zwar zahlreiche Behandlungsmöglichkeiten, aber keine andere Behandlung ist so komfortabel wie Invisalign.
Invisalign verwandelt Ihr Lächeln und beeinflusst dabei kaum Ihren Alltag. Überzeugen Sie sich selbst von den Vorteilen.
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